Zitat von Gast am 26. Oktober 2023, 05:55 Uhr
Macht mehr Windkraft den Strom teurer? Energie-Professor hat klare Antwort
Dr. Lion Hirth untersucht die Wirtschaftlichkeit der Windenergie.© Pixabay
Die Nutzung von Windenergie ist in den letzten Jahren exponentiell gewachsen. Windenergie ist eine saubere, erneuerbare Energiequelle, die im Vergleich zu traditionellen fossilen Brennstoffen wie Kohle oder Erdgas weniger schädliche Emissionen verursacht.
Wie Professor Hirth im bto-Podcast (bto: beyond the obvious) erklärt, entstehen durch die Einbindung von Wind- und Solarenergie in das Stromnetz sogenannte Integrationskosten. Diese umfassen Ausgaben für Netzwerke, Ausgleichsleistungen, Reservekapazitäten und die geringere Auslastung von traditionellen Kraftwerken. Zudem beeinflusst die schwankende Natur von Wind- und Solarenergie den Bedarf an anderen Stromquellen und verstärkt die Notwendigkeit von Ausgleichsleistungen.
Der Professor ist der Ansicht, dass diese Integrationskosten durch den Einsatz intelligenter Stromnetze und eine flexible Nachfrage abgemildert werden können. Ein klug gestaltetes Stromnetz kann effizient auf die Schwankungen der Wind- und Solarenergie reagieren, wodurch sich die Notwendigkeit von Ausgleichsleistungen reduziert. Zudem kann eine flexible Nachfrage dazu beitragen, die Auslastung des Stromnetzes zu optimieren und somit die Kosten zu senken.
Der Wert der Windenergie im Strommix
Zusammengefasst zeigt die Forschung von Professor Hirth, dass die steigende Nutzung von Windenergie Herausforderungen mit sich bringt, die jedoch durch intelligente Lösungen bewältigt werden können. Ferner verdeutlicht sie die Notwendigkeit, eine ausgewogene Energiestrategie zu verfolgen, um die Vorteile der Windenergie zu maximieren und die Kosten zu minimieren.