Zitat von Gast am 17. November 2023, 07:17 Uhr
Neue Zahlen zu Öl- und Pelletheizungen: Entlastung nur für zehn Prozent der Haushalte?
Sie profitieren nicht von der Strom- und Gaspreisbremse: Haushalte, die mit Öl, Holz oder Pellets heizen. © Sebastian Gollnow/dpa
Wer mit Öl, Holz oder Pellets heizt, ging bei den staatlichen Hilfen bislang leer aus – immerhin profitieren diese Haushalte nicht von der Gaspreisbremse, die seit März 2023 und voraussichtlich bis zum März kommenden Jahres gilt.
Deshalb einigten sich Bund und Länder auf Härtefallhilfen: Privathaushalte, die bis zum 20. Oktober dieses Jahres einen Antrag auf Zuschuss stellten, können für das Jahr 2022 bis zu 2000 Euro vom Staat zurückbekommen.
Nun steht fest: Nicht mal jeder zehnte Haushalt von den insgesamt über zehn Millionen Haushalten, die auf Heizöl, Holz und Pellets angewiesen sind, profitiert von der staatlichen Entlastung. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des CDU-Bundestagsabgeordneten und Obmannes im Ausschuss für Klimaschutz und Energie, Thomas Gebhart, hervor.
Von den 1,8 Milliarden zur Verfügung gestellten Mitteln wurden 190,5 Millionen Mittel beantragt und davon bisher 149 Millionen ausgezahlt, zeigen die Zahlen der Regierung. Je Antrag habe die Entlastung bei durchschnittlich 416 Euro (Heizöl: 366 Euro, Holzpellets: 692 Euro) gelegen.
Immerhin hat auch nicht einmal ein Zehntel diese beantragt. Der CDU-Politiker sieht Gründe dafür in dem über-bürokratisierten Prozess. „Auf das Antragsverfahren mussten die Leute zu lange warten, und dann war das Verfahren der Antragstellung sehr bürokratisch und kompliziert“, so Gebhart, sodass von den zur Verfügung stehenden Mitteln bislang nur rund zehn Prozent abgerufen wurden. Die Regierung solle die Entlastungen künftig bürokratieärmer und bürgerfreundlicher gestalten, da die Haushalte dadurch monatelang auf den Zuschuss haben warten müssen.