Zitat von Gast am 22. März 2024, 06:31 Uhr
Bijan Djir-Sarai, Generalsekretär der FDP, spricht beim Dreikönigstreffen der FDP im Opernhaus in Stuttgart (Archivbild vom 06.01.2024). Foto: dpa/Bernd Weißbrod© Foto: dpa/Bernd Weißbrod
Nach dem internationalem Atomenergie-Gipfel für den Ausbau der Kernenergie fordern FDP und CSU mehr Anstrengungen für die Kernfusionsforschung in Deutschland. Die Bundesrepublik müsse international Vorreiter bei der Kernfusion werden, sagte FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai der „Augsburger Allgemeinen“.
„Jetzt braucht Deutschland auch ein Fusionsgesetz, um Hürden bei der Entwicklung dieser wichtigen neuen Technologie aus dem Weg zu räumen“, forderte der FDP-Politiker. Auch CSU-Generalsekretär Martin Huber verlangte mehr Investitionen in die Kernfusion.
„Wind, Wasser und Sonne alleine reichen für eine grundlastfähige Energieversorgung nicht aus: Auf die Kernkraft können wir auf dem Weg hin zu einem klimaneutralen Industriestandort nicht verzichten“, sagte Huber der Zeitung. „Das zeigt auch die Entscheidung vieler Industriestaaten, noch stärker auf die Kernkraft zu setzen“, betonte der CSU-Politiker mit Blick auf Brüsseler Erklärung von rund 30 Staaten sich weltweit für den schnelleren Bau von Atomkraftwerken einzusetzen.
„Anstatt, wie die Ampel, aus Ideologie bewährte und neue Technologien zu verbieten, muss Deutschland Pionier bei der Kernfusion werden und auch kleine Kernkraftwerke nutzen, die in Zukunft ihre eigenen Abfälle weiterverarbeiten können“, sagte der CSU-Generalsekretär. „Der Ampel-Ausstieg aus der Kernkraft war ein großer Fehler, seitdem müssen wir teuren Atomstrom aus Nachbarländern importieren“, sagte Huber. Bayern werden im Rahmen seiner Hightech Agenda massiv in die Forschung neuer Kernkraft-Technologien investieren.
Erste Förderprogramme bereits auf dem Weg