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Erstes Land schaltet Strom für E-Autos ab - Grund macht sprachlos

In Großbritannien darf man sein E-Auto zu Stoßzeiten künftig nicht an private Ladesäulen anschließen. Es soll dem Wohl aller dienen. Die Details.

E-Autos gelten als die Zukunft. Wir lassen den Verbrenner hinter uns, bauen Ladestationen und sparen Emissionen ein. Doch immer wieder kommt es zu Rückschritten, die uns an dieser Vision zweifeln lassen.

Private Ladesäulen betroffen

Wie wir berichteten, verbietet das erste Parkhaus in Deutschland Hybrid- und Elektro-Autos. Das hängt damit zusammen, dass von diesen Fahrzeugen eine erhöhte Brandgefahr ausgeht, weil es schwieriger ist, das Feuer zu löschen. Jetzt kommt noch ein weiterer Grund hinzu, der es den Besitzer:innen von E-Autos schwer macht.

In Großbritannien dürfen diese ihre Autos zu Hochlastzeiten nicht mehr an private Ladesäulen anschließen. Von 8 bis 11 Uhr am Morgen sowie von 16 bis 22 Uhr ist dies lediglich an öffentlichen Ladegeräten und Schnellladegeräten möglich. Diese stehen meistens an Autobahnen oder Schnellstraßen.

Blackout-Gefahr

Der Grund für diese Einschränkungen, die ab dem kommenden Mai 2022 in Kraft treten sollen, ist eine erhöhte Blackout-Gefahr, wie die englische Tageszeitung Times berichtet. Es gehe darum, eine Überlastung des Netzes zu verhindern, die womöglich zu einem Blackout führen könnte.

Eine weitere Maßnahme, um das Zusammenbrechen des Stromnetzes aufzuhalten, seien sogenannte "randomised days" - also zufällig ausgewählte Tage, an denen die Stromzufuhr für etwa eine halbe Stunde ausgestellt werden kann.

Man gehe zwar laut offiziellen Stimmen nicht davon aus, dass dies wirklich geschehen könne. Jedoch sei Vorsicht geboten, da sich Fälle wie diese nur schlecht voraussagen ließen.

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Norwegen: Nächste Regierung führt Luxussteuer für E-Autos ein

 

Norwegen ist weltweit führend in Sachen Elektrifizierung. Bald soll jedoch vermutlich eine Luxussteuer für teurere Elektroautos eingeführt werden.

Vorreiter in Sachen Elektrifizierung

Norwegen ist globaler Vorreiter bei der Umstellung auf Elektrofahrzeuge. Bis 2025 plant das skandinavische Land, als erstes Land der Welt den Verkauf von Benzin- und Dieselmotoren einzustellen. Laut dem norwegischen Straßenverband OFV waren 70,1 Prozent der im Oktober zugelassenen Neuwagen emissionsfreie PWK. Insgesamt wurden im September 8.116 elektrische Neuwagen zugelassen - ganze 3,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Neue Luxussteuer für teure E-Autos

Einen Teil beigetragen zum Erfolg der bisherigen Elektrifizierung des Landes hat die Steuerbefreiung für vollelektrische Fahrzeuge. Jedoch könnte es mit der Steuerfreiheit für Elektroautos bald vorbei sein, wie die Nachrichtenagentur Reuters erklärt. Unter dem erst kürzlich gewählten Regierungschef Jonas Gahr Stoere von der Arbeiterpartei ist es wahrscheinlich, dass eine Luxussteuer für Elektroautos eingeführt wird. Dabei werden 25 Prozent auf den Teil des Preises versteuert, der 600.000 norwegische Kronen (rund 60.636 Euro) übersteigt. Betroffen wären davon vor allem die High-End-Modelle der verschiedenen Elektroauto-Hersteller. Begründet wird die Luxussteuer damit, dass diese mehr Geld in die Staatskassen bringen würde und sie aus Gründen der Fairness erforderlich sei. Die Leiterin einer norwegischen Interessensgruppe für E-Autos (EV Association), Christina Bu, ist jedoch der Meinung, dass eine Luxussteuer die Elektrifizierung des Landes verlangsamen würde, wie Reuters weiter berichtet. "Jetzt fangen endlich auch die ländlicheren Gebiete an, mehr Elektroautos zu kaufen, und es ist nicht an der Zeit, die Steuerbefreiung aufzuheben, denn wir müssen auch diese Gebiete mit höheren Marktanteilen erreichen", so Bu.

Jährliche Abgaben in Saskatchewan

Doch nicht nur Norwegen plant Gebühren für Elektrofahrzeuge. Am ersten Oktober 2021 hat die kanadische Provinz Saskatchewan eine jährliche Gebühr für Elektroautos eingeführt, wie EFAHRER berichtet. Damit soll vor allem der Einnahmeverlust der Kraftstoffsteuer aufgewogen werden. Genutzt werden die Steuereinnahmen von Verbrennern wie auch von E-Autos, um die Straßen instand halten zu können. Von der jährlichen Gebühr ausgenommen sind Hybridfahrzeuge, da diese immerhin zum Teil mit Benzin fahren.

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Ampel-Koalition will Elektroauto-Förderung 2025 auslaufen lassen

Mindestens 15 Millionen Elektro-Pkw sollen im Jahr 2030 auf der Straße sein

Dass die großzügige Elektroauto-Förderung in Höhe von fast 10.000 Euro nicht für alle Ewigkeit gewährt wird, war klar. Nun hat die neue Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP offenbar ein Enddatum für den Umweltbonus gefunden: 2025 soll er auslaufen. Das geht aus dem nun von der Süddeutschen Zeitung veröffentlichten Koalitionsvertrag hervor.

Die derzeit gültige Innovationsprämie (alias Umweltbonus) wurde kürzlich noch bis 2025 verlängert. Ab 2025 soll die Förderung ganz entfallen, heißt es in dem Papier. Die geltende Regelung soll noch bis Ende 2022 gelten – offenbar inklusive der umstrittenen Plug-in-Hybrid-Förderung. Danach soll die Förderung aber abgeschmolzen werden.

Unter der Überschrift "Subventionen" heißt es in dem 179-seitigen Dokument:

"Insbesondere aufgrund bestehender Auslieferungsschwierigkeiten der Hersteller bei bereits bestellten Plug-In-Hybrid-Fahrzeugen werden wir die Innovationsprämie zur Unterstützung der Anschaffung elektrischer PKW unverändert nach der bisherigen Regelung bis zum 31. Dezember 2022 fortführen. Wir wollen die Förderung für elektrische Fahrzeuge und Plug-In-Hybride degressiv und grundsätzlich so reformieren, dass sie ab 1. Januar 2023 nur für KFZ ausgegeben wird, die nachweislich einen positiven Klimaschutzeffekt haben, der nur über einen elektrischen Fahranteil und eine elektrische Mindestreichweite definiert wird. Die elektrische Mindestreichweite der Fahrzeuge muss bereits ab dem 1. August 2023 80 Kilometer betragen. Über das Ende des Jahres 2025 hinaus ist die Innovationsprämie nicht mehr erforderlich."

Ab August 2023 müssen demnach Plug-in-Hybride für die Förderung mindestens 80 Kilometer rein elektrisch schaffen. Offen bleibt, ob die Forderung nach einem bestimmten elektrischen Fahranteil dadurch schon als erfüllt gilt oder ob ein Mindestanteil explizit vorgeschrieben werden soll.

15 Millionen Elektro-Pkw bis 2030

Unter der Überschrift "Autoverkehr" ist eine neue Zielvorgabe für die Zahl der "Elektro-Pkw" zu lesen:

"Rahmenbedingungen und Fördermaßnahmen werden wir darauf ausrichten, dass Deutschland Leitmarkt für Elektromobilität mit mindestens 15 Millionen Elektro-Pkw im Jahr 2030 ist."

Ob zu der Kategorie Elektro-Pkw nur batterieelektrische Fahrzeuge oder auch Plug-in-Hybride zählen, bleibt erneut offen – ob bewusst oder unbeabsichtigt, wissen wir nicht.

E-Fuels als Notnagel für den Verbrenner?

Auch das Dauerbrenner-Thema E-Fuels findet sich in dem Dokument, vermutlich hat die FDP dafür gesorgt: "Außerhalb des bestehenden Systems der Flottengrenzwerte setzen wir uns dafür ein, dass nachweisbar nur mit E-Fuels betankbare Fahrzeuge neu zugelassen werden können."

Das bedeutet wohl, dass fossil angetriebene Fahrzeuge auch nach dem von der EU angestrebten Verbrenner-Aus im Jahr 2035 zulassungsfähig bleiben – wenn der Hersteller sicherstellen kann, dass die nur mit klimaneutralen E-Fuels betrieben werden können.

Ladeinfrastruktur

So ambitioniert und unkonkret wie die Forderung nach 15 Millionen Elektro-Pkw bleiben die Passagen zum Thema Ladeinfrastruktur. Wenn wir die folgenden Ausführungen richtig verstehen, will die Koalition mehr davon:

"Der Ausbau der Ladeinfrastruktur muss dem Bedarf vorausgehen. Wir werden deshalb den vorauslaufenden Ausbau der Ladesäuleninfrastruktur mit dem Ziel von einer Million öffentlich und diskriminierungsfrei zugänglichen Ladepunkten bis 2030 mit Schwerpunkt auf Schnellladeinfrastruktur ressortübergreifend beschleunigen, auf Effizienz überprüfen und entbürokratisieren. Wir setzen auf die Mobilisierung privater Investitionen. Wo wettbewerbliche Lösungen nicht greifen, werden wir mit Versorgungsauflagen, wo baulich möglich, die verlässliche Erreichbarkeit von Ladepunkten herstellen."

Auch Themen wie bidirektionales Laden und Tarifdschungel kommen vor:

"Wir werden bidirektionales Laden ermöglichen, wir sorgen für transparente Strompreise und einen öffentlich einsehbaren Belegungsstatus. Wir werden den Aufbau eines flächendeckenden Netzes an Schnellade-Hubs beschleunigen und die Anzahl der ausgeschriebenen Hubs erhöhen."

Große Ankündigungen also, die aber oft sehr unkonkret bleiben. Wie viel davon bloße Wunschträume bleiben und was in Erfüllung geht, werden wir in den nächsten knapp vier Jahren sehen ...

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Experten: Der Weg zur Super-Batterie für E-Autos ist lang

Hersteller von E-Autos hoffen auf sie: Die sogenannte Feststoffbatterie, mit der sich etwa Probleme langer Ladezeiten und geringer Reichweite von E-Autos lösen lassen könnten.

Laut einer Studie des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI in Karlsruhe dürfte es aber noch einige Zeit dauern, bis sich diese Technologie im Vergleich zur bisher dominierenden Lithium-Ionen-Batterie (LIB) durchsetzt. «Es wird nicht erwartet, dass oxid- und sulfidbasierte Feststoffbatterien in den nächsten fünf Jahren in größerem Umfang auf dem Automobilmarkt auftauchen werden», heißt es in der ISI-Studie.

Das liege daran, dass die Technik für diese Art von Batterien noch nicht ausgereift sei, sagte Thomas Schmaltz, der die Forschungsarbeiten zur Roadmap am Fraunhofer ISI koordinierte. Für die Studie waren etwa 50 Expertinnen und Experten aus Deutschland und aus dem Ausland zu ihrer Einschätzung des Marktes und der Forschung online befragt und zusätzlich etwa 25 Interviews geführt worden. Verschiedene Techniken werden dabei beleuchtet, wie etwa die der oxid- und sulfidbasierten Feststoffbatterien, an denen diverse Start-ups derzeit arbeiten. Einzig die Polymer-Feststoffbatterie sei derzeit in größerem Umfang auf dem Markt. Sie eignet sich nach Worten von Schmaltz aber nicht für E-Autos, da sie beheizt werden muss, um zu funktionieren.

Feststoff-Batterieforschung erfordert Investitionen

Bei Feststoff-Batterien wird die Ladung nicht mehr durch ein flüssiges Trägermaterial transportiert. Die Zellen werden damit leichter, was die Reichweite der Fahrzeuge erhöht. Auch wird die Brandgefahr als geringer eingeschätzt. Eine höhere Energiedichte soll zudem schnelleres Aufladen ermöglichen. Die Dauer des Aufladens ist eine Schwachstelle der Lithium-Ionen-Batterie. Große Autohersteller wie etwa BMW oder auch Ford investieren seit geraumer Zeit in die Feststoff-Batterieforschung. Bislang wird der Markt von den Lithium-Ionen-Batterien beherrscht. Sie finden sich neben E-Autos auch in Laptops oder in Smartphones.

Während Deutschland in der Grundlagenforschung nicht schlecht dastehe, sehe es bei der - allerdings auch sehr teuren - Pilotproduktion von Feststoffbatterien nicht so gut aus, sagte Schmaltz. Laut Studie dominieren hier asiatische und amerikanische Akteure. Europa insgesamt müsse einen Zahn zulegen und mehr Geld aus öffentlicher oder privater Hand investieren, um künftig bei der Entwicklung von Feststoffbatterien eine führende Rolle zu spielen.
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