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Sonntagsfrage Bundestag vom 23.1.2025: Allensbach-Umfrage sieht CDU/CSU bei 34 Prozent

 

Aktuelle Wahlumfrage: Wer würde gewinnen, wenn heute Wahl wäre?  ©Adobe Stock / Christian Schwier© news.de

Aktuelle Wahlumfrage für Bundestag am 23.1.2025: CDU/CSU, AfD und SPD vorn

Wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, würde die CDU/CSU daraus als stärkste Kraft hervorgehen. Das zeigt eine Umfrage vom 23.1.2025. Die Partei käme auf 34 Prozent und läge damit 14 Prozentpunkte vor der AfD, die mit 20 Prozent zweitstärkste Kraft würde. Anschließend folgt in der Umfrage die SPD mit 17 Prozent, die Grünen kämen aktuell auf 13,5 Prozent. BSW würde 5 Prozent der Stimmen bekommen. Die FDP läge den aktuellen Prognosen zufolge bei 4 Prozent und würde somit an der 5-Prozent-Hürde scheitern.

Sonntagsfrage zur Bundestagswahl: Veränderung zur letzten Prognose

Verglichen mit der vorangegangenen Umfrage des Instituts vom 20. Dezember 2024 verliert die CDU/CSU 2 Prozentpunkte. In der letzten Umfrage hatte die Partei noch 36 Prozent erreicht. Dagegen konnte die AfD gegenüber der vorangegangenen Umfrage zulegen, sie gewinnt 2 Prozentpunkte. Die SPD schneidet einen Prozentpunkt besser ab als bei der Umfrage zuvor, die Grünen gewinnen 1,5 Prozentpunkte.

Aktuelle Umfragewerte für den Bundestag und letzte Wahlergebnisse im Vergleich

Bei einer Wahl würden die Unionsparteien CDU und CSU zusammen deutlich besser abschneiden als bei der vergangenen Wahl im Jahr 2021. Mit 24,1 Prozent erzielten sie damals ein um 9,9 Prozentpunkte niedrigeres Ergebnis. Die SPD verlöre dagegen Stimmenanteile und käme nun auf 17 Prozent nach 25,7 Prozent bei der letzten Wahl. Das würde ein Minus von 8,7 Prozentpunkten bedeuten. Die FDP müsste 7,5 Prozentpunkte abgeben, bei der Wahl hatte sie 11,5 Prozent erreicht, Bündnis90/Die Grünen würde 1,8 Prozentpunkte verlieren.

Welche Koalitionen wären im Bundestag möglich?

Die aktuelle Ampelregierung in Berlin hätte der Umfrage zufolge keine Mehrheit mehr, da die FDP an der 5-Prozent-Hürde scheitern würde. SPD und Grüne alleine würden aktuell 30 Prozent der Stimmen erreichen und erhielten damit rund 33 Prozent der Sitze.

Eine Koalition aus CDU, CSU und FDP, wie sie Deutschland lange Zeit regiert hat, wäre aktuell ebenfalls nicht möglich, da die FDP die 5-Prozent-Hürde reißen würde und damit aktuell nicht im Bundestag vertreten wäre. Eine rot-grüne Koalition, die es im Bund zuletzt von 1998 bis 2005 gab, käme aktuell auf 30 Prozent der Stimmen und damit 33 Prozent der Sitze. Die vor allem aus der Merkel-Zeit bekannte Große Koalition aus den beiden Unionsparteien und der SPD würde 51 Prozent der Stimmen und rund 57 Prozent der Sitze bekommen.

Wie genau sind Wahlumfragen?

Immer wieder kommt es vor, dass die Ergebnisse einzelner Parteien deutlich von den Umfragen abweichen. In der Vergangenheit schnitt vor allem die CDU in den Wahlen oft besser ab als vorhergesagt. Bündnis90/Die Grünen blieb bei Wahlen dagegen meist unter den vorhergesagten Zahlen.

Bis zur Wahl kann sich politische Stimmung aber noch deutlich verändern. Politische Ereignisse, aber auch wirtschaftliche Veränderungen, etwa bei der Konjunktur oder den Arbeitslosenzahlen, können die Prognosen schnell über den Haufen werfen. Die nachstehende Tabelle zeigt die Ergebnisse der Wahl zum Bayerischen Landtag vom 8. Oktober 2023 und die jeweils letzte Prognose vor der Wahl von fünf ausgewählten Forschungsinstituten.

Das Institut Wahlkreisprognose gibt als einziges der hier aufgeführten in seiner Prognose auch halbe Prozent an, beispielsweise 37,5 Prozent. Daher sind hier die Daten mit einer Nachkommastelle aufgeführt. Die durchschnittliche Differenz zum Wahlergebnis wurde auf eine Nachkommastelle gerundet.

Dass es zu solchen Abweichungen kommt, hat vor allem zwei große Gründe. Einerseits ist es nicht leicht, eine Stichprobe zu ziehen, die von ihrer Zusammensetzung genau der Wahlbevölkerung entspricht. Während sich Angaben wie Alter, Geschlecht und Einkommen abfragen lassen, ist die Bereitschaft unterschiedlich groß, an Wahlumfragen teilzunehmen. Außerdem antworten Befragte in Umfragen nicht immer wahrheitsgemäß.

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Merz mit ultimativer Drohung: Im Sommer kann es eine zweite Neuwahl geben

 

 

Da war er wieder, der impulsive Friedrich Merz. Jetzt will er den Regierungsstil von Donald Trump kopieren und am ersten Tag seiner Kanzlerschaft per Richtlinienkompetenz anordnen, dass alle Grenzen dichtgemacht werden. Kompromisse gehe er in dieser Frage nicht ein, so der Kanzlerkandidat der Union. „Mir ist es völlig gleichgültig, wer diesen Weg politisch mitgeht. Ich sage nur, ich gehe keine anderen“, betonte Merz zunächst. Nun heißt es, die AfD sei damit nicht gemeint. Bleiben also SPD und Grüne – doch was ist, wenn diese als Koalitionspartner nicht mitgehen, weil man mit so einer Maßnahme EU-Recht brechen würde?

CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann geht aufs Ganze. Im Interview mit „Welt TV“ sagte er am Donnerstag: „Vielleicht haben wir ja die absolute Mehrheit. Wenn wir die nicht haben und es gibt keinen Koalitionspartner, der da mitgeht, dann können wir halt nicht regieren.“

Merz blitzt bei SPD und Grünen ab

Doch wohin führt diese Basta-Mentalität beim Thema Asyl der CDU-Spitze? SPD und Grüne jedenfalls blocken ab. Innenministerin Nancy Faeser erklärte, es müsse geschaut werden, ob das Ganze „europarechtlich zulässig“ sei. Sie glaube das nicht. Wenn Versprechen nicht eingehalten würden, zerstöre das auch Vertrauen in der Bevölkerung.

Grünen-Fraktionsgeschäftsführerin Irene Mihalic sagte im TV-Sender „Welt“ zu einem Einreiseverbot: „Friedrich Merz weiß sehr genau, dass das, was er fordert, mit Europarecht und auch mit dem geltenden Verfassungsrecht nicht zu vereinbaren ist.“

Auch Grünen-Kanzlerkandidat Robert Habeck stellte klar: „Alles, was die Sicherheit im Lande voranbringt und europarechtskonform und auf dem Boden unseres Grundgesetzes steht, ist ein guter Vorschlag.“ Einige Vorschläge, die er von Merz gehört habe, hätten einer sachlichen Prüfung aber nicht standgehalten.

Weitere Bundestagswahl im Sommer 2025?

Merz mit ultimativer Forderung.© IMAGO/Bernd Elmenthaler

Bleibt es bei diesen Einschätzungen von SPD und Grünen und der rigorosen Haltung von Merz und Linnemann, im Zweifel nicht in eine Regierung zu gehen, dann hätte Deutschland ein Problem und eine Situation, die es bisher in der Geschichte der Bundesrepublik noch nie gab. Es würde nach einer Bundestagswahl keine neue Mehrheitsregierung gebildet werden können, zumindest nach aktuellen Umfragen und angesichts der Brandmauer zur AfD.

Und dann? Bliebe Olaf Scholz weiter im Amt? Nicht auf ewig. Tatsächlich wären Scholz und seine Bundesminister zunächst geschäftsführend weiter am Ruder. Sollten sich die Parteien dann nicht auf eine Koalition einigen können, würde Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eine entscheidende Rolle zukommen.

Der Bundespräsident schlägt nach den Beratungen mit den Fraktionen dem Bundestag einen Kandidaten für das Amt des Kanzlers vor. Kommt dieser Kandidat nicht auf eine absolute Mehrheit der Stimmen, gibt es weitere Wahlgänge im Parlament. In der dritten Wahlrunde können auch mehrere Kandidaten gegeneinander antreten, beispielsweise Friedrich Merz, Alice Weidel und Olaf Scholz. In dieser Wahlrunde reicht dann eine einfache Mehrheit an Ja-Stimmen.

Der Bundespräsident kann dann den Sieger mit einfacher Mehrheit zum Kanzler einer Minderheitsregierung ernennen – oder den Bundestag wieder auflösen und binnen 60 Tagen Neuwahlen anordnen. In diesem Fall wäre dann weiter die Regierung Scholz geschäftsführend im Amt – und Merz müsste einen zweiten Wahlkampf bestreiten.

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Merz kann Zweierkoalition mit SPD bilden – BSW fehlen 14.000 Stimmen

 

Die Union ist Sieger der Bundestagswahl. Sie ist jetzt mit der Regierungsbildung beauftragt – und kann nach dem Scheitern von FDP und BSW an der Fünf-Prozent-Hürde ein Zweierbündnis mit der SPD bilden. Alle Ergebnisse im Überblick.

Merz kann Zweierkoalition mit SPD bilden – BSW fehlen 14.000 Stimmen© REUTERS/Angelika Warmuth

Die Union mit ihrem Kanzlerkandidaten Friedrich Merz hat die Bundestagswahl nach der Auszählung aller Wahlkreise gewonnen – mit großem Abstand vor der zweitplatzierten AfD und der SPD, die auf ein historisches Tief abstürzt.

BSW und FDP scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde und verpassen den Einzug ins Parlament. An vierter Stelle folgen die Grünen, und auch die Linke ist mit 8,8 Prozent sicher im Bundestag vertreten.

Bundestagswahl 2025: Das vorläufige amtliche Endergebnis im Überblick

CDU/CSU: 28,6 Prozent (+ 4,4 Prozentpunkte im Vergleich zu 2021)

AfD: 20,8 Prozent (+ 10,4)

SPD: 16,4 Prozent (- 9,3)

Grüne: 11,6 Prozent (- 3,1)

Linke: 8,8 Prozent (+ 3,9)

BSW: 4,972 Prozent (+ 4,972)

FDP: 4,3 Prozent (- 7,1)

Sonstige: 4,4 Prozent (- 4,4)

Die Sozialdemokraten erzielten mit 16,4 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis bei einer Bundestagswahl. Scholz sprach von einem bitteren Ergebnis und einer Niederlage, für die er auch Verantwortung trage. Im Fall von Koalitionsgesprächen stehe er nicht als Verhandlungsführer zur Verfügung.

Ein Zusammengehen mit der in Teilen als rechtsextremistisch eingestuften AfD, die auf 20,8 Prozent kommt, hat CDU-Chef Merz ausgeschlossen. Damit läuft nun alles auf ein Bündnis mit der SPD hinaus.

Bundestagswahl 2025: So sieht der neue Bundestag aus

Wären FDP oder BSW in den Bundestag eingezogen, hätte für ein Zweierbündnis wohl nicht gereicht. Die FDP scheiterte mit 4,3 Prozent klar an der Fünf-Prozent-Hürde. Beim BSW war es mit 4,972 Prozent sehr knapp. Dem Sprecher der Bundeswahlleiterin zufolge fehlten dem Bündnis lediglich rund 14.000 Stimmen zum Erreichen der Fünf-Prozent-Hürde.

Eine Koalition aus Union und SPD ist laut einer Blitzumfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov auch die beliebteste Option bei den Wählern. 44 Prozent der Befragten antworteten in der Erhebung, dass sie sich dieses Regierungsbündnis am ehesten wünschen. 25 Prozent sähen am liebsten ein Dreierbündnis von Union, SPD und Grünen. 30 Prozent wünschen sich die von der Union ausgeschlossene Koalition mit der AfD.

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