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Wahlumfragen

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Wahlumfrage - Groko verliert wegen Gewinnen für die Linke Macht-Option

Berlin, 26. Jul (Reuters) - Erstmals seit der Bundestagswahl verfehlen Union und SPD einer Wahlumfrage zufolge in der Wählergunst eine parlamentarische Mehrheit. Im aktuellen Meinungstrend des Instituts Insa für die Zeitung "Bild" (Dienstagausgabe) legen die Linken einen halben Punkt hinzu und kämen mit fünf Prozent wieder in den Bundestag. Die SPD erreicht 18,5 Prozent, CDU/CSU kommen auf 26,5 Prozent, Bündnis90/Die Grünen liegen bei 22 Prozent. Die FDP mit acht Prozent und die AfD mit zwölf Prozent halten ihre Werte aus der Vorwoche. Sonstige Parteien kommen zusammen auf acht Prozent.

Schwarz-Rot bräuchte demnach die FDP für eine parlamentarische Mehrheit. "Dass die GroKo immer geht, stimmt nicht mehr. Wenn die Linke ins Parlament einzieht, reicht's nicht mehr für die parlamentarische Mehrheit. Aber eine Deutschland-Koalition wäre möglich. Die Linke macht die FDP wieder wichtiger", sagte Insa-Chef Hermann Blinkert. Eine Deutschland-Koalition aus Union, SPD und FDP käme mit zusammen 53 Prozent sogar auf eine Mehrheit an Wählerstimmen.

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Neue Umfrage sieht SPD nur noch bei 18 Prozent

Die SPD ist einer neuen Forsa-Umfrage zufolge in der Sonntagsfrage auf 18 Prozent abgerutscht. Das ist ein Prozentpunkt weniger als eine Woche zuvor, wie RTL mitteilte.

Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, wäre die SPD einer Umfrage zufolge nicht mehr stärkste Kraft.

© Christoph Schmidt/dpaWenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, wäre die SPD einer Umfrage zufolge nicht mehr stärkste Kraft.

Im RTL/ntv-«Trendbarometer» war der Wert für die Sozialdemokraten nach Senderangaben zuletzt vor einem Jahr Ende Juli vor der Bundestagswahl so niedrig. Auch das Meinungsforschungsinstitut GMS hatte die SPD vergangene Woche bei 18 Prozent gesehen. Bei anderen Instituten liegt die SPD in der Sonntagsfrage derzeit zwischen 18,5 und 22 Prozent.

Die Union könnte Forsa zufolge mit 27 Prozent der Stimmen rechnen, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre. Das ist ein Punkt mehr als in der Vorwoche. Auch die FDP legt einen Punkt auf 7 Prozent zu. Die Werte für Grüne (24 Prozent), AfD (10 Prozent) und Linke (5 Prozent) bleiben unverändert.

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FDP bricht in der Wählerzufriedenheit ein – Lindner stürzt ab

Ein desaströses Zeugnis für die FDP: 70 Prozent der Befragten äußern sich im Deutschlandtrend „weniger oder gar nicht zufrieden“ mit der Arbeit der Liberalen in der Ampel-Koalition – das ist ein Zuwachs um 13 Punkte im Vergleich zu Ende April. Lediglich 24 Prozent zeigen sich „sehr zufrieden oder zufrieden“ mit der Partei (minus zwölf).

FDP-Chef Christian Lindner Quelle: pa/dpa/Bernd von Jutrczenka

© pa/dpa/Bernd von JutrczenkaFDP-Chef Christian Lindner Quelle: pa/dpa/Bernd von Jutrczenka

Wie aus der repräsentativen August-Erhebung von Infratest Dimap im Auftrag von ARD-„Tagesthemen“ und WELT hervorgeht – die vor Bekanntgabe der Pläne für die künftigen Corona-Regeln durchgeführt wurde – ist allerdings auch die Unzufriedenheit mit der SPD ausgeprägt: 62 Prozent (plus vier Punkte) äußern sich entsprechend, 34 Prozent (minus drei) sind zufrieden. Am besten schneiden mit 43 Prozent Zustimmung noch die Grünen ab – der gleiche Wert wie im April. Der Anteil derjenigen, die mit der Partei unzufrieden sind, steigt leicht auf 55 Prozent. Über die Ampel-Regierung insgesamt äußern sich 63 Prozent ernüchtert.

Quelle: Infografik WELT

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Auch die Sonntagsfrage zur Bundestagswahl fällt aus Sicht von FDP und SPD unerfreulich aus: Während die Liberalen im Vergleich zum Vormonat einen Punkt verlieren und bei sieben Prozent landen, geben die Sozialdemokraten zwei Punkte ab. Bemerkenswert: Mit 17 Prozent liegt die Kanzlerpartei jetzt näher an der AfD (13 Prozent, plus zwei Punkte) als am grünen Koalitionspartner, der weiterhin auf 23 Prozent kommt. CDU/CSU bleiben stärkste Kraft und legen einen Punkt auf 28 Prozent zu; die Linke würde es mit unverändert vier Prozent nicht in den Bundestag schaffen.

Der abnehmende Zuspruch für die FDP schlägt sich auch in der Bewertung einzelner Spitzenpolitiker nieder: Bundesfinanzminister und Parteichef Christian Lindner ist mit einem Minus von sieben Punkten der größte Verlierer; nur 30 Prozent der Deutschen sind mit ihm zufrieden. Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) liegt mit 13 Prozent Zustimmung nur noch vor Linke-Chefin Janine Wissler.
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Auch alle anderen abgefragten Ampel-Minister verlieren an Beliebtheit. Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) schafft es zwar noch auf Platz zwei des Rankings – die Hälfte der Befragten schenkt ihm Zuspruch –, gibt aber fünf Punkte ab. Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) bleibt trotz leichter Einbußen mit 55 Prozent Zustimmung beliebteste Politikerin. Mit Kanzler Olaf Scholz und Gesundheitsminister Karl Lauterbach (beide SPD) sind je 42 Prozent zufrieden. Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) rangiert mit 20 Prozent deutlich hinter Oppositionsführer Friedrich Merz (CDU, 28 Prozent).

Waffen für die Ukraine? Zustimmung sinkt

Bei der Bewertung der deutschen Ukraine-Politik gibt es eine auffällige Verschiebung im Vergleich zum Juni: Inzwischen geht die Unterstützung des von Russland angegriffenen Landes mit Waffen 32 Prozent der Befragten zu weit (plus neun Punkte), 23 Prozent hingegen nicht weit genug (minus sechs); das heißt: Die Gruppe der Skeptiker ist jetzt deutlich größer als die der Menschen, die sich mehr Waffen für die Ukraine wünschen. Vor zwei Monaten war es noch umgekehrt. 39 Prozent finden aktuell, die deutsche Unterstützung sei angemessen.

Der Zuspruch für Sanktionen gegen Russland hat ebenfalls abgenommen: Zwar ist die Gruppe derer, denen die Strafmaßnahmen nicht weit genug gehen, mit einem Anteil von 37 Prozent immer noch am größten – sie ist aber im Vergleich zu Juni kleiner geworden. Hingegen wächst die Zahl der Menschen, denen die Sanktionen zu weit gehen, deutlich – und zwar um sechs Punkte auf 21 Prozent. Angemessen finden diese derzeit 34 Prozent.

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Auch die Haltung der Bürger zur Energiekrise wurde eruiert. 41 Prozent wünschen sich finanzielle Entlastungen für alle – 56 Prozent hingegen nur für Menschen mit niedrigen Einkommen. Und wie sollen solche Maßnahmen finanziert werden? Während 46 Prozent für höhere Schulden plädieren, setzen 36 Prozent auf Steuererhöhungen.

Zum großen Streitthema der Energiepolitik – der möglichen Weiternutzung von Atomenergie über 2022 hinaus – fragte Infratest Dimap drei Szenarien ab: Demnach sind gerade mal 16 Prozent der Ansicht, Ende des Jahres sollte der Atomausstieg wie geplant vollzogen werden. Für einen kurzfristigen Streckbetrieb – auf mehr lassen sich SPD und Grüne bislang nicht ein – plädieren 41 Prozent. Ebenso viele finden, Atomenergie sollte langfristig eine Rolle spielen.

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Weniger differenziert, sondern nach „Richtig – falsch“-Schema wurde das Meinungsbild zu weiteren energiepolitischen Maßnahmen abgefragt: Während acht von zehn Befragten demnach einen schnelleren Ausbau der Windenergie für korrekt halten, sind jeweils 61 Prozent für eine verstärkte Nutzung von Kohlekraftwerken und für ein befristetes Tempolimit auf Autobahnen. Die Förderung von Fracking-Gas hingegen unterstützen nur 27 Prozent.

Für den repräsentativen Deutschlandtrend hat Infratest Dimap vom 1. bis 3. August 1313 wahlberechtigte Bürger in 858 Telefoninterviews und 455 Online-Interviews befragt. Die Fehlertoleranz liegt zwischen zwei und drei Prozentpunkten.

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Wahlumfrage - Grüne schwächer - Nur knappe Ampelmehrheit

Berlin, 30. Aug (Reuters) - Die Grünen haben in der Wählergunst leicht verloren. Im aktuellen Insa-Meinungstrend (Dienstag) für "Bild" gewinnen SPD (19 Prozent) und FDP (acht Prozent) je einen halben Prozentpunkt hinzu. Die Grünen (20,5 Prozent) und CDU/CSU (27,5 Prozent) büßen je einen halben Punkt ein. AfD (13 Prozent) und Linke (5,5 Prozent) halten ihre Werte aus der Vorwoche. Auch die sonstigen Parteien kommen erneut auf 6,5 Prozent.

Die Ampel-Parteien verteidigen mit zusammen 47,5 Prozent knapp ihre parlamentarische Mehrheit. Schwarz-Grün käme mit zusammen 48 Prozent auf eine parlamentarische Mehrheit. Für Schwarz-Rot mit zusammen 46,5 Prozent würde es ebenso wenig reichen wie für Grün-Rot-Rot mit zusammen 45 Prozent. Eine Deutschland-Koalition aus CDU/CSU, SPD und FDP käme mit zusammen 54,5 Prozent auf eine klare Mehrheit an Wählerstimmen.

"Die Grünen verlieren Stimmen in der Sonntagsfrage und ihre Minister verlieren Zustimmung im Politikerranking. Das liegt sicher auch daran, dass zwei Drittel der Deutschen die von Robert Habeck vorgeschlagene Gasumlage als ungerecht empfinden. Die Stimmung für die Ampel ist schlecht. Eine relative Mehrheit der Wähler wünscht sich nicht, dass die Ampel-Koalition bis zum Ende der Legislaturperiode hält," sagte Insa-Chef Hermann Binkert. (geschrieben von Birgit Mittwollen Redigiert von Scot W. Stevenson Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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Umfragen sehen SPD in Niedersachsen gut fünf Wochen vor Landtagswahl vorn

Gut fünf Wochen vor der Landtagswahl in Niedersachsen sehen zwei Umfragen die SPD von Ministerpräsident Stephan Weil in Führung. Die CDU von Herausforderer Bernd Althusmann belegt den am Dienstagabend und Mittwoch veröffentlichten Erhebungen zufolge mit einem Abstand von drei bis vier Prozentpunkten den zweiten Platz. Die Grünen folgen vor AfD und FDP, die Linke liegt weiterhin unterhalb der Fünfprozenthürde.

Gut fünf Wochen vor der Landtagswahl in Niedersachsen sehen zwei Umfragen die SPD von Ministerpräsident und Spitzenkandidat Stephan Weil in Führung. Die CDU von Herausforderer Bernd Althusmann belegt mit drei bis vier Punkten Abstand Platz zwei.

Gut fünf Wochen vor der Landtagswahl in Niedersachsen sehen zwei Umfragen die SPD von Ministerpräsident und Spitzenkandidat Stephan Weil in Führung. Die CDU von Herausforderer Bernd Althusmann belegt mit drei bis vier Punkten Abstand Platz zwei.© Friso Gentsch

Das Institut Infratest dimap verortete die SPD am Mittwoch bei 31 Prozent - ein Punkt mehr als Anfang Juli. Die CDU kam unverändert auf 27 Prozent. Die Grünen verloren drei Punkte auf 19 Prozent, während die AfD sich um einen Punkt auf sieben Prozent verbesserte und die FDP einen Punkt auf sechs Prozent abgab. Die Linke wäre mit drei Prozent weiter nicht im Landtag von Hannover vertreten.

Das Institut Forsa sah die SPD nach Angaben vom Dienstagabend im Vergleich zu Ende Juni um einen Punkt schwächer bei 29 Prozent, während die CDU unverändert bei 26 Prozent lag. Für die Grünen wurden ohne Veränderungen 22 Prozent angegeben. Die AfD konnte einen Punkt auf acht Prozent zulegen, während FDP und Linke unverändert bei sechs beziehungsweise drei Prozent gesehen wurden.

Infratest dimap befragte für den Norddeutschen Rundfunk von Mittwoch vergangener Woche bis Montag 1169 Wahlberechtigte in Niedersachsen. Die Forsa-Erhebung für niedersächsische Tageszeitungen stützte sich auf die Befragung von etwa 2000 Wahlberechtigten in dem norddeutschen Bundesland vom 16. bis zum 23. August.

In Niedersachsen wird am 9. Oktober ein neuer Landtag gewählt. Derzeit regiert eine große Koalition von SPD und CDU unter Ministerpräsident Weil, in der Althusmann Wirtschaftsminister und Vizeregierungschef ist. Laut den Umfragen wäre eine Fortsetzung der rot-schwarzen Koalition möglich, Mehrheiten hätten aber auch ein rot-grünes und ein schwarz-grünes Bündnis.

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Laut Forsa-Umfrage: SPD rutscht auf schlechtesten Wert seit Bundestagswahl ab

Die Sozialdemokraten liegen mittlerweile nur noch bei 17 Prozent. Viele Deutsche äußern Sorgen über ihre wirtschaftliche Lage.

Die SPD ist bei einer Umfrage auf ein Rekordtief seit der Bundestagswahl abgerutscht.

Die SPD ist bei einer Umfrage auf ein Rekordtief seit der Bundestagswahl abgerutscht.© Foto: Sina Schuldt/dpa

Die SPD ist in einer Forsa-Umfrage auf den schlechtesten Wert seit der Bundestagswahl abgerutscht. Im am Dienstag veröffentlichten RTL/ntv-„Trendbarometer“ kam die Partei von Kanzler Olaf Scholz nur noch auf einen Zustimmungswert von 17 Prozent.

Dies war ein Prozentpunkt weniger als in der vergangenen Woche. Die Linke konnte sich hingegen um einen Prozentpunkt auf fünf Prozent verbessern.

Die Werte für die Union (26 Prozent), die Grünen (25 Prozent), die FDP (sieben Prozent) und die AfD (elf Prozent) veränderten sich nicht. Auch bei den sonstigen Parteien blieb es wie in der Vorwoche bei neun Prozent.

Nur zehn Prozent aller Bundesbürger gehen in der Umfrage von einer Verbesserung der wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland in den kommenden Jahren aus. Eine große Mehrheit - 76 Prozent - rechnet mit einer Verschlechterung. Zwölf Prozent erwarten keine Veränderung.

Das Meinungsforschungsunternehmen Forsa befragte für die Erhebung im Auftrag von RTL vom 23. bis 29. August 2503 Bundesbürger. Die Fehlertoleranz liegt bei plus/minus 2,5 Prozentpunkten.

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Aktuelle Umfragewerte zeigen: CDU legt zu, Grüne verzeichnet deutliche Verluste

Bild: Michael Brandtner, Annalena Baerbock August 2021 in Kiel 07, CC-BY-4.0, via Wikimedia Commons (Bildgröße geändert)

Bild: Michael Brandtner, Annalena Baerbock August 2021 in Kiel 07, CC-BY-4.0, via Wikimedia Commons (Bildgröße geändert)© Bereitgestellt von Z-LiVE NEWS

Das aktuelle ZDF-Politbarometer zeigt aktuelle Umfragewerte der Parteien. Die CDU legt zu, während die Grüne Verluste verzeichnet.

Die Regierung steht unter Druck: Das zeigen jetzt auch aktuelle Umfragewerte des ZDF-Politbarometers. Mehr als die Hälfte der Befragten (52 Prozent) ist der Ansicht, dass das Verhältnis zwischen SPD, FDP und Grünen eher schlecht ist.

Außerdem gibt es Unterschiede bei der Projektion der einzelnen Parteien. Wäre am nächsten Sonntag Bundestagswahl, käme die SPD auf unveränderte 19 Prozent, wohingegen die Union auf 28 Prozent steigt. Die Grünen hingegen hätten deutliche Verluste zu verzeichnen und kämen nur noch auf 23 Prozent. Die FDP sinkt auf sechs Prozent. Vor allem die Energiekrise und steigende Preise belasten die Regierungsparteien.
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Grüne rutschen bei Sonntagsfrage ab

Spätestens sein Maischberger-Auftritt hat Wirtschaftsminister Habeck als Vorbild für moderne Kommunikation in der Politik entzaubert. WELT-Politikredakteur Nikolaus Doll hält ihn für systemrelevant in dieser Koalition und hat einen Rat, der Ex-Minister Scheuer vor einigen Problemen bewahrt hat. Quelle: WELT/Nikolaus Doll

Spätestens sein Maischberger-Auftritt hat Wirtschaftsminister Habeck als Vorbild für moderne Kommunikation in der Politik entzaubert. WELT-Politikredakteur Nikolaus Doll hält ihn für systemrelevant in dieser Koalition und hat einen Rat, der Ex-Minister Scheuer vor einigen Problemen bewahrt hat. Quelle: WELT/Nikolaus Doll© WELT/Nikolaus Doll

Vor dem Hintergrund der Kritik an Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck verlieren die Grünen in der neuen Umfrage auch als Partei an Zustimmung. Sie rutschen bei der Sonntagsfrage („Welche Partei würden Sie wählen, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre?“) im Vergleich zur Vorwoche um vier Prozentpunkte auf 20 Prozent ab, wie aus einer Befragung des Meinungsforschungsinstituts Forsa für das RTL/ntv-„Trendbarometer“ hervorgeht.

Habeck büßt demnach bei der Kanzlerpräferenz ebenfalls vier Prozentpunkte ein. Demnach würden sich aktuell noch 21 Prozent für den Grünen-Politiker als Kanzler entscheiden, wenn sie sich zwischen ihm, Kanzler Olaf Scholz (SPD; 21 Prozent) und Unionsfraktionschef Friedrich Merz (20 Prozent) entscheiden könnten. 38 Prozent würden sich für keinen der Drei entscheiden.

Bei der Zufriedenheit mit seiner persönlichen Arbeit büßt Habeck deutlich ein. Laut Umfrage sind zurzeit 40 Prozent der Befragten zufrieden oder sehr zufrieden mit ihm. In der ersten Juli-Woche lag der Wert noch bei 57 Prozent. Mit Scholz (SPD; 35 Prozent) und Finanzminister Christian Lindner (33 Prozent) ist jeweils noch gut ein Drittel der Befragten zufrieden. Damit verlieren die beiden 10 beziehungsweise 7 Prozentpunkte im Vergleich zum Juli.

Die Union gewinnt laut der Umfrage im Vergleich zur Vorwoche zwei Prozentpunkte und landet bei 28 Prozent. Auch die SPD verbessert sich leicht und kommt auf 19 Prozent (+1). Die FDP kommt auf 6 Prozent (-1), die AfD auf 13 Prozent (+2). Die Linken stagnieren bei 5 Prozent, die sonstigen Parteien bei 9 Prozent.

In den Umfragen anderer Institute der vergangenen zwei Wochen liegen CDU und CSU zwischen 25 und 28 Prozent, die Grünen zwischen 20 und 23 Prozent, die SPD zwischen 17 und 20 Prozent, die AfD zwischen 12 und 13,5 Prozent, die FDP zwischen 6 und 8 Prozent, die Linke zwischen 5 und 5,5 Prozent und die sonstigen Parteien zwischen 6 und 9 Prozent.

Die Daten wurden vom 6. bis 13. September erhoben. Datenbasis: 2501 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte.

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Umfrage: Ampel bei Wählern ohne Mehrheit

Die Ampel-Koalition hat im ARD-«Deutschlandtrend» ihre Mehrheit verloren.

Wie zufrieden sind die Deutschen noch mit der Arbeit der Ampel-Koalition? Eine Umfrage gibt Antwort.

Wie zufrieden sind die Deutschen noch mit der Arbeit der Ampel-Koalition? Eine Umfrage gibt Antwort.© Michael Kappeler/dpa

Im rein theoretischen Fall einer jetzigen Bundestagswahl kämen SPD, Grüne und FDP zusammen nur noch auf 45 Prozent der Stimmen, ein Punkt weniger als alle Oppositionsparteien zusammen, wie die Erhebung für das ARD-«Morgenmagazin» vom Freitag ergab. Für die Änderung des Kräfteverhältnisses in der Infratest-dimap-Umfrage reichten minimale Verschiebungen bei den einzelnen Parteien aus.

Union in Umfrage stärkste Kraft

Die Union legte demnach gegenüber der Befragung vor zwei Wochen um einen Prozentpunkt auf 28 Prozent zu und bleibt damit stärkste Kraft. Die Grünen kamen mit einem Minus von einem Punkt und 21 Prozent auf Rang zwei. Die SPD blieb unverändert bei 17 Prozent. Die AfD verbesserte sich um einen Punkt auf 14 Prozent. Die FDP sackte um einen Punkt auf 7 Prozent. Die Linke verharrte bei 5 Prozent.

Mit diesem Ergebnis käme ein schwarz-grünes Bündnis auf eine Mehrheit von 49 Prozent.

Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang. Die nächste Bundestagswahl steht regulär erst im Jahr 2025 an.

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Forsa-Umfrage: Sinkflug der Grünen hält an

 

Forsa-Umfrage: Sinkflug der Grünen hält an

Forsa-Umfrage: Sinkflug der Grünen hält an© Bereitgestellt von Berliner Zeitung

Nach monatelangem Umfragen-Höhenflug büßen die Grünen weiter an Popularität ein. In dem am Dienstag veröffentlichten „Trendbarometer“ des Instituts Forsa für RTL und n-tv verlieren die Grünen im Vergleich zur Vorwoche einen weiteren Punkt und landen bei 19 Prozent. Auch die persönlichen Werte von Vizekanzler Robert Habeck ließen weiter nach.

In der sogenannten Kanzlerpräferenz liegt Habeck in der Umfrage mit 18 Prozent nur noch an dritter Stelle hinter Amtsinhaber Olaf Scholz (SPD) mit 23 Prozent und CDU-Chef Friedrich Merz mit 22 Prozent. Habeck büßte im Vergleich zur Vorwoche drei Punkte ein, während Merz und Scholz jeweils zwei Punkte zulegen konnten.

Stärkste Partei in der Umfrage ist weiterhin die Union mit 28 Prozent. Die SPD kommt auf 19 Prozent, die AfD auf 13 Prozent und die Linke auf fünf Prozent – all diese Werte sind im Vergleich zur Vorwoche unverändert. Die FDP legte einen Punkt zu auf sieben Prozent.

Für die Erhebung befragte Forsa vom 13. bis 19. September insgesamt 2506 Menschen. Das Institut gibt die Fehlermarge mit plus/minus 2,5 Prozent an.